Transalp #1.3

Sonne, Sonne, Sonne besser kann ein Tag nicht beginnen! Frühstücken und los geht es. Gut ganz so einfach war es nicht. Wir alle spürten einen leichten Muskelkater vom Vortag. Es kostete etwas Überwindung sich in den Sattel zu schwingen. Die ersten Kilometer waren entsprechend hart, aber sobald die Beine auf bertiebstemperatur waren lief der Tritt wieder rund.

Ein paar Worte zu Papa Schlumpf. Papa Schlumpf ist unser jüngstes Mitglied unserer Truppe. Nicht wegen seines Alters, sondern da er als letztes zu unsere Truppe dazu gestoßen ist. Schon bei seiner ersten Mitfahrt, bei einer Tour in der fränkischen Schweiz, sollte sich eine Sache wie ein böser Virus in Ihm einbrenne. Platten, also man kann darauf Wetten, dass Schlumpfi einen bekommt. Meistens gewinnt man. Im Zuge der Vorbereitung der Transalp, was die Mitnahme von Schläuchen betraf, wurde diese Aufgabe selbstverständlich ihm übertragen.

Tja, auf  Etappe 3 war es nun endlich soweit. Platten bei Pappa, kurz nach St. Anton. Also schnell den Schlauch getauscht und weiter geht es. Zuerst fuhren wir in der Rosannaschlucht (Fluss: Rosanna) Richtung Konstanzer Hütte. Dies ist ein wunderschönes Tal (Verwalltal). Man fährt immer parallel der Rosanna auf einem Schotterweg entlang, rechts und links ist der Weg waldbewachsen und im Hintergrund scheinen die Berggipfel durch.

Kartenausschnitt St.Anton - Rosanna - Konstanzer Huette

Kartenausschnitt St.Anton – Rosanna – Konstanzer Huette

Auf der Konstanzer Hütte machten wir kurz Rast. Anschließend ging es weiter zur Heilbronner Hütte. Kurz nach der Konstanzer Hütte änderte sich das Landschaftsbild schlagartig. Wir hatten die Baumgrenze überschritten. Jetzt erblickten wir viel Geröll, Fels und Almwiesen. Dies war nicht minder beeindruckend. Und zwischen diesem ganzen Felsen sahen wir auf einmal unser erstes Murmeltier.

Kartenausschnitt Konstanzer Hütte - Heilbronner Hütte

Kartenausschnitt Konstanzer Hütte – Heilbronner Hütte

Der Weg schlängelte sich weiter bergauf durch das Tal bis wir eine Hochebene erreichten. Diese ist nur auf schmalen und nassen Pfaden zu durchqueren. Auf der anderen Seite wartete bereits die nächste Herausforderung auf uns. Eine steile Passage galt es zu überwinden, bei der man das Mountainbike nur tragen kann. Wir schleppten uns und unserer Bikes auf engen, felsigen Treppen von Steindüne zu Steindüne. Endlich oben entdeckten wir dann in der Ferne bereits die Heilbronner Hütte. Dort genehmigten wir uns ein Weizen, zumal wir wussten, dass es ab jetzt bis nach Ischgl nur noch bergab gehen würde.

Kartenausschnitt Heilbronner Hütte - Kops Speicher

Kartenausschnitt Heilbronner Hütte – Kops Speicher

Zuerst fuhren wir auf Schotterpiste die Serpentinen bis zum Kops Speicher runter anschließend führte ein geteerter Radweg bis nach Ischgl unser heutiges Etappenziel. Die letzten Kilometer konnten wir entspannt angehen. In Ischgl gingen wir einkaufen, heute Stand TK-Pizza auf der Speisekarte. Am Abend haben wir nicht nur unsere Kehlen mit Bier sondern auch unsere Bikes geölt.

Kartenausschnitt Galtuer - Ischgl

Kartenausschnitt Galtuer – Ischgl