Niemals! Mountainbike geht immer. Dennoch nutze ich die Phase der Jahreszeit um mit meinem Cross Bike die Asphaltstraßen unsicher zu machen. Ich gebe zu das macht auch Spaß. Es ist eine andere Form der Wahrnehmung. Bei dem MTB kommt es mir nicht unbedingt auf die Geschwindigkeit an, sondern eher um die Schwierigkeit des Weges und solche Tricky Passagen zu fahren. Es gibt Tage wo einfach alles klappt, du kennst jede Wurzel jeden Stein und jeden tief hängenden Ast und weißt genau wie du da durchkommst. Dann gibt es diesen Tag wo du genau die gleiche Strecke fährst und an jeder Wurzel abrutschst an jedem Stein hängen bleibst und dir jeder verdammte Ast an den Helm donnert. Dann wird es Zeit für Mut zur Pause und einfach mal das Bike wechseln.

Auf dem Cross Bike ist es genau die Geschwindigkeit die einem die Lachfalten in das Gesicht treibt. Einfach mal Gas geben. Ordentlich aus der Puste kommen. Durch eine 30iger Zone mit 28 durchfahren und die Autofahrer vor echten moralischen Dilemmas stellen. Oder eben einfach über eine ruhige abgelegene Landstraße mit 30 lang heizen, sich schön in die Kurven legen und auch mal bergab die 60 km/h streifen.  Ja ich bin kein Rennradfahrer. Es ist ein anderes Empfinden wenn man für die gleiche Länge einer Strecke nur halb soviel Zeit mit dem Cross Bike benötigt als mit dem MTB.

In den letzten Tagen war ich sehr viel mit dem Cross Bike im Nürnberger Raum unterwegs. Ziel war es eine Strecke zu finden, die man schnell nach oder vor der Arbeit abfahren kann und bei der man sich gut auspowern kann. Dennoch sollte die Strecke Optionen bieten die Länge, je nach Tagesverfassung und der zur Verfügung stehenden Zeit, auszudehnen oder abzukürzen. Ganz wichtig war es mir, dass mindestens ein Anstieg relative am Anfang dieser Strecke vorkommen soll.  Ich bin mit meinem Ergebnis sehr zufrieden.

Start Volkspark Nürnberg von dort aus führt die Strecke Richtung Flughafen. Am Flughafen geht es weiter Richtung Buchenbühl. Von Buchbühl immer der Haupstraße folgend Richtung Kalchreuth. Auf diesen Teilstück befindet sich dann auch der Anstieg der kurz nach einer T-Kreuzung beginnt. Ein Weg zweigt ab nach Heroldsberg, den Weg den wir fahren geht geradeaus weiter nach Kalchreuth.

In Kalchreuth beginnen die Varianten. An dem Kreisverkehr in Kalchreuth kannst du dich entscheidenden ob du die kürzeste, die mittlere oder die längste Variante fahren willst. Die kürzeste Variante geht Richtung Neunhof/Nürnberg und beträgt knapp 30 km. Für die mittlere und längste Variante fährt man Richtung Käswasser /Großgescheidt, die Wege trennen sich später.

Variante 1 kurz (30 km):

Hast du den Berg nach Kalchreuth geschafft kannst du dich nun freuen, denn nach Kalchreuth geht es bis nach Neunhof nur noch bergab. Du fährst bis nach Neunhof immer auf einem gut ausgebauten Radweg.  Ab Neunhof musst du auf die Straße ausweichen. Vor Neunhof gibt es eine Engstelle , hier solltest du ein wenig auf die Autos acht geben. Weiter geht es Richtung Kraftshof. In Kraftshof kannst du dich gut an der Kirche orientieren, an der müssen wir vorbei. Nach der Kirche geht es noch ein wenig geradeaus und dann geht es rechts weg Richtung Flughafen. Dann wird der Flughafen umrundet und ab hier kannst du dich entscheiden wie du nach Hause radeln willst. Bei mir geht es wieder Richtung Volkspark.

Variante 2 (40 km) und 3:

Für die Variante 2 oder 3 fährst du in Kalchreuth in den Kreisverkehr und nimmst direkt die erste Ausfahrt rechts Richtung Käswasser, Großgeschaidt (die Ortsnamen kann man sich gut merken 😉 ). Du fährst jetzt oben auf einer Hügelkuppe und kannst rechts in das Tal blicken. Der Straßenverlauf ist leicht ansteigend. Zwischen Käswasser und Großgeschaidt kannst du auch den Radweg benutzen, kurz vor dem Ortseingang in Großgeschaidt endet dieser abrupt. Nach Großgeschaidt überqueren wir die B2, hier ist eine Ampel mit einer sehr kurzen Schaltung. Wenn du grün siehst gib Kette rechts, also drück ordentlich auf die Tube. Nach der Ampel fahren wir durch Kleingeschaidt  Richtung Tauchersreuth. Der Weg zwischen diesen Orten ist leicht hügelig und immer auf der Straße. In Tauchersreuth geht es dann rechts Richtung Oedenberg. Direkt nach dem Abbiegen folgt ein kleine Rampe. Nach Tauchersreuth kannst du es ordentlich krachen lassen, es geht kurvenreich bergab bis nach Oedenberg. Du bekommst soviel Schwung, dass die kleinen Anstiege kein Hindernis darstellen.

In Oedenberg kannst du kurz einen Blick auf das Schloß Oedenberg werfen und dich für die mittlere oder die lange Variante entscheiden. Für die mittlere Variante  hältst du dich in dem Ort rechts Richtung Behringersdorf. Du kommst auf eine große Hauptstraße mit einem breiten Radweg. Hier geht es leicht wellig immer geradeaus bis nach Behringersdorf. Ab Behringersdorf geht es dann wieder Richtung Heimat. Hier hast du wieder einige Optionen wie du am liebsten nach Nürnberg willst. Hier überlasse ich dich deinem Schicksal.

Variante 3 noch nicht abgeschlossen:

Heute fühlst du dich stark genug um die längste Variante in Angriff zu nehmen. Also gut. In Oedenberg biegen wir links Richtung Günthersbühl ab. Hier verlassen wir kurzzeitig die asphaltierte Welt und fahren auf Schotter weiter. Nicht nur das kurz nach der Abfahrt beginnt eine knackige Rampe, die zieht einem schön den Saft aus den Waden. In Günthersbühl geht es wieder auf Straße Richtung Lauf. In Lauf bleiben wir immer auf der Hauptstraße. An der ersten Kreuzung geht rechts an der nächsten links Richtung Diepersdorf weiter. Richtung Diepersdorf geht es immer leicht ansteigend auf einem Radweg an der Straße entlang. Kurz vor Diepersdorf  sieht man ab und an den Moritzberg, doch den lassen wir heute links liegen.

Kurz nach Diepersdorf hatte ich dann leider einen Platten und kein Ersatz dabei. Daher ist dieses Projekt noch nicht ganz abgeschlossen. Soviel kann ich schreiben, nach Plan geht es weiter nach Brunn anschließend nach Fischbach und von Fischbach Richtung Heimat Nürnberg. Die Runde sollte dann ca. 60 Kilometer lang und ca. 300 – 400 Höhenmeter aufweisen. Malsehen.

01.10.14 Variante 3 abgeschlossen:

So Variante drei ist abgefahren. Mit meiner Schätzung lag ich gar nicht so daneben. Insgesamt sind es 56 Kilometer und 425 Höhenmeter. Mit einem Schnitt von 18 km/h kannst du die Runde in ca. 2,5 Stunden abfahren.

Nach Diepersdorf passiert dann nicht mehr soviel aufregendes. In Diepersdorf kannst du die erste Straße rechts abiegen und dich an den „blauen Strich“ an den Anton Leidinger Weg orientieren, bis zum Gewerbegebiet hier geht es dann nach Scherau und von dort aus immer den Wegschildern Richtung Brunn folgen. Jetzt geht es immer leicht den Brunner Berg hoch. Nach Brunn die Straße weiter bis nach Fischbach. In Fischbach bin ich kurz vor dem Ortsausgang rechts abgebogen und Schotterpiste zurück nach Nürnberg.

Für die Routen zum nachfahren habe ich einen Eintrag im Logbuch hinterlassen.

 

Variante 1 Nürnberg – Kalchreuth – Nürnberg

30 Kilometer 190 Höhenmeter

mtblogbuch_karte_variante1_kalchreuth

Start Nürnberg Volkspark  – Buchenbühl – Kalchreuth – Neunhof – Kraftshof – Flughafen Nürnberg – Nürnberg Volkspark

Die Tracks kannst du dir auf gpsies ansehen:
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=gntihlhpcsobovpc

Variante 2 Nürnberg – Kalchreuth – Behringersdorf – Nürnberg

40 Kilometer 230 Höhenmeter

mtblogbuch_karte_variante2_kalchreuth

Start Nürnberg Volkspark – Buchenbühl – Kalchreuth – Käswasser – Großgeschaidt – Kleingeschaidt – Tauchersreuth – Oedenberg – Behringersdorf – Rückfahrt nach Nürnberg optional

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=zbnzdvwpqrptkozj

Variante 3 Nürnberg – Kalchreuth – Fischbach – Nürnberg (In Planung)

ca.
56 Kilometer 425 Höhenmeter

mtblogbuch_karte_variante3_kalchreuth

Start Nürnberg Volkspark – Buchenbühl – Kalchreuth – Käswasser – Großgeschaidt – Kleingeschaidt – Tauchersreuth – Oedenberg – Lauf – Diepersdorf – Brunn – Fischbach – Rückfahrt nach Nürnberg optional

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=tddoxvpemwzsnipy